Dies ist eine Geschichte in der Rubrik „Tiergeschichten“, in der wir über aktuelle Einfangaktionen, Funde, Vorfälle, Aktionen und Projekte berichten.
Pike (das Wort steht im Deutschen für Speer oder Spitze und so nenne ich sie jetzt mal, weil sie so wild ist) wurde von einer Tierschützerin gefunden und hatte dabei viel Glück im Unglück.
Eine aufmerksame Spaziergängerin, die mit ihren zwei Hunden unterwegs war, fand Pike im Gras liegend. Pike lag so verkrümmt da, auf ihr eine Schar Fliegen, so dass die Hundebesitzerin dachte, sie sei tot. Mit ihren beiden, nicht katzenfreundlichen Hunden an der Leine konnte sie jedoch nicht nah genug ran gehen, um genauer nachschauen. Zuhause angekommen kontaktierte sie eine Nachbarin und eine weitere Frau machte sich daraufhin auf, um nach Pike zu schauen. Pike lebte noch, wenn auch sehr mitgenommen, aber sie atmete!
Pike wurde sofort in eine Tierarztpraxis gebracht und dort versorgt. Pike ist eine Kämpferin! Sie hat überlebt und ist aktuell dabei, den Praxisraum, in dem sie aktuell lebt, zu erkunden und manchmal leider auch zu zerlegen. Pike ist wild, scheu, sie lässt sich nicht anfassen und versteckt sich schnell und wer weiß, ob sie ohne ihre Erkrankung je gefunden worden wäre.
Pike kommt sie am Samstag auf eine spezielle Pflegestelle, wo sie weiter gesunden darf.
Wir wünschen Pike alles Gute und danken der Finderin und Helferin für die Spende für die Genesung und Betreuung von Pike! Und vor allem auch Dr. Petra Lippoth, die wieder einmal mit ihrem unermüdlichen Einsatz einem Tier in der Not half.
Der Fall Pike zeigt so deutlich, wie das Schicksal von freilebenden Katzen oftmals ist: Krank, von Maden befallen, scheu, wild und oftmals für uns unsichtbar. Wie gut, dass hier so viele Menschen hingeschaut und gehandelt und Pike damit gerettet haben!
