
Wussten Sie, dass schätzungsweise ca. 2 Millionen Strassen- oder Streunerkatzen auf Deutschlands Strassen leben? Viele Menschen wissen nicht, dass wir auch hier in Deutschland sogenannte Straßenkatzen, auch als Streunerkatzen bezeichnet, haben und vor allem nicht, dass es so viele sind.
Sie sind verwilderte Hauskatzen und deren Nachkommen, die meist ohne engen Kontakt zu Menschen aufwachsen. Daher sehen wie sie oft auch nicht und nehmen auch ihr Leid nicht wahr, denn sie sind meist scheu und meiden den Kontakt zu Menschen.
Häufig sind sie nacht- oder dämmerungsaktiv und verstecken sich tagsüber. Sie leben oft am Rand von Häuserblocks, in Kleingartenanlagen oder in Gewerbegebieten auf Firmengeländen, in Lagerhallen und auf verlassenen Grundstücken, rund um Bauerhöfe, an Waldrändern oder in Parkanlagen. Also vor allem in ruhigen und eher wenig frequentierten Bereichen. Und ganaz dadurch ist ihr Leid für uns so wenig sichtbar.
Trotzdem ist das Problem virulent: Straßenkatzen leiden oft unter Hunger, Durst Krankheiten, Parasiten oder Verletzungen. Besonders für Jungtiere sind die Überlebenschancen gering: Viele sterben bereits in den ersten Lebensmonaten an Unterernährung, werden krank und bleiben dabei ohne medizinische Versorgung.

Ohne Kastration wächst die Zahl der Straßenkatzen rasant schnell und damit das Leid der Tiere. Daher sind Kastrationen – auch von Freigängerkatzen – medizinische Versorgung und betreute Futterstellen entscheidend, um das Leid der Straßenkatzen in Deutschland nachhaltig zu verringern.
Da sich unkastrierte Katzen unkontrolliert rasant vermehren, wächst das Leid immer weiter. Weibliche Katzen können bereits mit vier bis sechs Monaten geschlechtsreif werden und zwei- bis dreimal im Jahr Nachwuchs bekommen. Ein Wurf umfasst meist drei bis sechs Jungtiere. Und schon wenige Wochen nach der Geburt können Katzen erneut rollig und trächtig werden – oft sogar noch während sie ihre Jungen säugen.

Weitere Informationsquelle
Der grosse Katzenschutzreport des deutschen Tierschutzbundes zeigt die dramatische Situation der Straßenkatzen in Deutschland anhand von Daten und Fakten auf, die mit Hilfe von Befragungen von Tierschutzvereinen, Tierärzten und Katzenhaltern erhoben wurden. Ein zentrales Ergebnis: 99 % der von Tierschutzvereinen aufgegriffenen Straßenkatzen und ihr Nachwuchs sind krank und viele Jungtiere sterben bereits in den ersten Lebensmonaten. Der Report macht deutlich, dass Katzenschutz eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung ist und nicht nur duch die Initiative einiger Tierschutzvereine und Privatinitiativen gelöst werden kann. Als wichtigste Maßnahme gegen das Katzenelend fordert der Deutsche Tierschutzbund daher die bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen, um die unkontrollierte Vermehrung nachhaltig einzudämmen.
Hier der Link zum komplette Report zum Download: [Link]
